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Internationale Wachstumstrends im E-Commerce

Internationale Wachstumstrends im E-Commerce

Zukunft des E-Commerce - internationale Wachstumstrends im Onlinehandel

von Samuel
29.01.2021
Onlineshop

Kodak war ein Technologieunternehmen, das den Fotofilmmarkt während des grössten Teils des 20. Jahrhunderts beherrschte. Das Unternehmen verspielte jedoch seine Chance, die Revolution in der Digitalfotografie anzuführen, da es den Technologiewandel zu lange verleugnete. Ein Kodak-Ingenieur erfand 1975 sogar die erste Digitalkamera. Da es sich um filmlose Fotografie handelte, war die Reaktion des Managements ernüchternd. "Das ist niedlich - aber erzähl niemandem davon", lautete der allgemeine Tenor in der Führungsriege. Jahre später erklärte ein ehemaliger Vizepräsident von Kodak dazu: "Wir haben die weltweit erste Digitalkamera für Verbraucher entwickelt, aber wir konnten aus Angst vor den Auswirkungen auf den Filmmarkt keine Genehmigung zur Markteinführung oder zum Verkauf erhalten. Das Management war so sehr auf den Erfolg des Films konzentriert, dass es die digitale Revolution verpasste, nachdem es sie eingeleitet hatte. Kodak meldete 2012 Konkurs an.

Wie sieht der Onlineshop der Zukunft aus?

Die sich ständig verändernde Landschaft des E-Commerce ist sowohl beängstigend als auch aufregend. Jedes Jahr gibt es Entwicklungen, die helfen können, das Geschäft auszuweiten. Es gibt neue Herausforderungen, die man vielleicht nicht überwinden kann. Welchen Höhen und Tiefen Sie in diesem Jahr auch immer begegnet sein mögen, der E-Commerce-Markt expandiert trotzdem noch grösser und strahlender als je zuvor. Das neue Jahr hat gerade erst begonnen, es ist also höchste Zeit, einen Blick auf die künftigen Wachstumstrends des E-Commerce zu werfen. Zwar würden wir niemals behaupten, dass es Ihnen ähnlich wie Kodak ergeht und Sie Konkurs anmelden müssen, wenn Sie die folgenden Tipps nicht befolgen. Sie können Ihnen jedoch helfen, neue Ideen zu entwickeln, Hürden zu überwinden und Ihr erfolgreiches E-Commerce-Geschäft zukunftssicher zu machen.

Die Zukunft des E-Commerce liegt nicht im Westen

Allein der Anteil der Vereinigten Staaten am gesamten globalen E-Commerce-Einzelhandelsmarkt wird voraussichtlich um bis zu 20 Prozent zurückgehen. Einer der Hauptgründe für diesen Rückgang ist auf die zunehmende Globalisierung und die Verbesserung der Technologie und Infrastruktur in den nicht-westlichen Regionen zurückzuführen. Diese Verlagerung bedeutet, dass E-Commerce-Händler einen internationalen Ansatz verfolgen müssen, um ihre globale Erreichbarkeit und einen bequemen Kundenzugang zu gewährleisten. Natürlich bedeutet die Anpassung an ein globales Geschäftsmodell nicht, dass Sie eine physische Präsenz ausserhalb Ihres Heimatlandes aufbauen müssen. Was Sie tun können, ist nach vertrauenswürdigen Partnern in Ländern oder Regionen zu suchen, in denen eine hohe Nachfrage für Ihre Produkte und Dienste besteht. Dies gilt besonders für den Business-to-Business Bereich.

Warum wird der B2B-E-Commerce besonders stark wachsen?

Die Vorherrschaft des B2B-E-Commerce bedeutet, dass B2B-Unternehmen die Customer Journey verbessern und vereinfachen müssen. Wie das am besten funktioniert? Indem sie das B2C-Bestellverhalten anpassen und entsprechend kanalisieren. Das B2B-Einkaufserlebnis ist viel komplizierter als das eines B2C-Käufers. Aufgrund der Art der Transaktion müssen B2B-Käufer in der Regel verschiedene Schritte durchlaufen. Dies schliesst Interaktionen mit Handelsvertretern, langwierige Verhandlungsrunden und Genehmigungsläufe ein, bevor ein Kauf getätigt werden kann. Kurz gesagt, E-Commerce-Unternehmen im B2B-Bereich müssen sich auf eine nahtlosere Transaktion einstellen, die erweiterte Funktionen wie das Angebotsmanagement, Preisverhandlungen, einfache Bestellungen, sowie eine intuitive Auftrags- und Bestandsverwaltung für den B2B-Markt bietet.

Lohnt sich ein Blick auf das Thema Direktvertrieb?

Um die Konversionsraten und den Bestellwert zu erhöhen, greifen immer mehr Anbieter auf Direct-to-Consumer Taktiken zurück. Hierunter fallen zum Beispiel Influencer-Marketing, gestaffelte Rabatte auf der Grundlage der Ausgaben, Ratenzahlungsoptionen für hochpreisige Artikel und Sofort-Kauf-Zahlungsmethoden, die in das Checkout-System integriert sind. Diese Anbieter zeichnen sich häufig auch dadurch aus, dass sie kleine Käufernischen bedienen. Oft haben sie eine Unternehmensphilosophie, die mit relevanten Themen wie Umweltschutz und Gleichstellung der Geschlechter in Einklang steht.

Die ultimative All-in-One-Versandlogistik

Ein weiterer Schritt in die Zukunft ist das Vorbereiten auf eine bevorstehende Revolution in der Logistik und im Transportmanagement. Es gibt zahlreiche Herausforderungen und steigende Kundenanforderungen, die es E-Commerce-Händlern erheblich erschweren, eine als effizient empfundene Logistik zu etablieren. Auch Amazon legt die Messlatte in dieser Hinsicht sehr hoch und bietet zum Beispiel mit Prime Now eine mögliche schnelle Lieferung von lokalen Händlern innerhalb von nur einer Stunde nach Eingang einer Bestellung an. Langfristig will der Konzern die Position eines vorausschauenden Händlers einnehmen und so anhand der generierten Nutzerprofile im Detail festlegen, mit welchen Produkten, zu welcher Zeit und in welchem Intervall die Kunden ihre Bestellungen wieder aufgeben wollen.

Was sind Ihre Optionen zur Verbesserung der Logistik?

In Zukunft werden Onlinehändler mit einer zunehmenden Dematerialisierung und Automatisierung der Zustelllogistik konfrontiert sein. Die herkömmlichen Paketdienste können das steigende Paketaufkommen schlicht nicht mehr bewältigen. In der Logistikbranche muss daher ein deutliches Umdenken stattfinden, um die Kundenzufriedenheit und damit auch die Vertriebsstärke weiterhin zu gewährleisten. Als E-Commerce-Betreiber ist es mehr als sinnvoll, Ihre Lieferkette und Versandlogistik mit einem intuitiven Dashboard oder All-in-One-Versandtool zu optimieren, um sich auf kommende Marktentwicklungen einzustellen. Alternative Versandoptionen sowie Verpackungstechnologien werden im kommenden Jahr einen zusätzlichen Höhepunkt erleben - Abonnementdienste, oder Drohnenzustellung sind nur einige Beispiele.

Warum sollten Sie viele Zahlungsoptionen anbieten?

Es ist noch nicht allzu lange her, da gab es die Möglichkeit, einen Onlinekauf per Kreditkarte oder per Nachnahme zu bezahlen - andere Bezahlmöglichkeiten gab es nicht. PayPal und ähnliche alternative Zahlungsdienste galten noch nicht als vertrauenswürdig. Heute gibt es hingegen zig Möglichkeiten, online zu bezahlen, von Kryptowährungen bis zur Sofort-Überweisung. Zahlungsoptionen sind gleichzeitig einer der wesentlichen Gründe, warum Kunden eine Transaktion abbrechen, das Stichwort lautet Shopping Cart Abandonment. Ohne den verfügbaren Zahlungskanal ihrer Wahl werden Konsumenten nicht in Ihrem Onlineshop einkaufen.
Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sollten Sie daher neue Zahlungsformen beachten, die Ihre potenziellen Käufer verlangen! Gegenwärtig werden digitale Geldbörsen wie Google Pay, Paypal, ApplePay oder Samsung Pay von E-Commerce-Unternehmen in grossem Umfang eingesetzt. Diese digitalen Dienste ermöglichen es den Menschen, Einkäufe durch elektronische Transaktionen zu tätigen, was ein reibungsloseres Einkaufserlebnis verspricht. Denken Sie jedoch daran, dass Sie sich zunächst auf die Sicherheit Ihrer digitalen Infrastruktur konzentrieren und erst dann neue Zahlungsoptionen zulassen sollten!

Wie können Sie von der dynamischen Preisgestaltung profitieren?

Es kann sehr schwierig sein, den Überblick über alle Preisschwankungen in Ihrer Nische und Branche zu behalten. Schliesslich müssen Sie, um wettbewerbsfähig zu bleiben, in der Lage sein, Ihre Preise bei Bedarf anzupassen - und dazu müssen Sie die Preise Ihrer Konkurrenz im Auge behalten. Es gibt bestimmte Tools, die Ihnen dabei helfen können, insbesondere wenn Sie auf Amazon Marketplace vertreten sind.

Kontextbezogen und automatisiert werben mit Programmatic Advertising

Das Programmatic Advertising wird in diesem Jahr einen weiteren Anstieg verzeichnen. Die grossen sozialen Netzwerke sind bereits dabei, ihre Designs zu überarbeiten, um diesem Trend Rechnung zu tragen. Programmatic Advertising zeichnet sich durch die Verwendung von Datensätzen aus, um die gewünschte Zielgruppe anzusprechen. Diese Anzeigen werden genau jedem Teil des Publikums präsentiert, das auf der Grundlage des Konsum- und Surfverhaltens ausgewählt wurde. Die Anzeigen werden nach einer gewissen Zeit neu ausgerichtet, um einen höheren ROI zu erzielen. Einfach ausgedrückt geht es darum, das richtige Publikum zum richtigen Zeitpunkt zur richtigen Anzeige zu locken. Verglichen mit den grundlegenden Retargeting-Bemühungen haben die Inhaber von E-Commerce-Geschäften eine bessere Chance, durch Programmatic Advertising ein grösseres Publikum zu erreichen.

Wie sieht die Zukunft des Mobile E-Commerce aus?

Wir haben schon mehrmals darauf hingewiesen, wie wichtig das Thema Mobile Commerce ist. In der Zukunft wird die Bedeutung dieses Marketing-Kanals sicherlich auch nicht abnehmen. Eher ist das Gegenteil der Fall, weshalb immer mehr Unternehmen nach geeigneten Lösungen suchen. Native Apps sind jedoch nicht zu empfehlen. Hier bei der Firegroup verwenden wir stattdessen Progressive Web Apps oder PWAs. Eine PWA wird von den Nutzern im Webbrowser geöffnet und ermöglicht den Zugriff auf wichtige native Funktionen, wie zum Beispiel:

  • Installieren der App auf dem mobilen Startbildschirm,
  • Offline-Zugriff auf die App,
  • Push-Benachrichtigungen.

Mit anderen Worten: Die Progressive Web Application bietet dem Benutzer ein mobiles Erlebnis, das dem einer nativen App ähnelt. Die UX wird also für das Gerät optimiert, auf dem die PWA genutzt wird, damit die Informationen und Funktionalitäten optimal zur Geltung kommen.

Doch warum sehen wir in PWAs das grösste Erfolgspotential? Nun, die meisten Apps sind ohnehin einfach nur Webseiten. Wenn Sie sich die App-Store-Bestände ansehen und untersuchen, wie verschiedene Apps aufgebaut sind, sind die meisten von ihnen hybrid. Das bedeutet, dass sie auf der Grundlage von Webseiten erstellt und in eine native Hülle verpackt werden. Wir haben diese Vorgehensweise für die durchschnittliche App nie verstanden. Solange Sie keine Abhängigkeit von einer bestimmten Plattformfunktion haben, gibt es wenig Grund, eine App zu bauen und bereitzustellen. Die gilt umso mehr, wenn Ihre Strategie darin besteht, eine hybride Anwendung zu erstellen.

Vom Schnappschuss zum Shopping

Und da sind wir schon wieder beim Thema Fotografie. Die Chancen stehen gut, dass sich ein neuer E-Commerce-Trend des Snap-Shopping entwickeln wird. Benutzer werden ihre Kamera auf ein Produkt richten, das sie sehen, um es in einem Onlineshop zu bestellen. Einige einschlägige Anwendungen oder Apps existieren bereits. Im neuen Jahr werden noch viele weitere dazukommen. Dieser Trend wird auch im Affiliate Marketing eine wichtige Rolle spielen. Pinterest hat zum Beispiel seine eigene Fotokamera auf den Markt gebracht. Sie erkennt und interpretiert Bilder, um eine genaue Produktbeschreibung zu liefern. Pinterest hat bereits mit vielen E-Commerce-Anbietern und führenden Suchmaschinen zusammengearbeitet. Sie alle liefern dem Unternehmen relevante Daten zur Klassifizierung und Interpretation von Bildern.

Wie lassen sich zukünftige Trends im E-Commerce antizipieren?

Unsere Welt verändert sich. Der elektronische Handel wird auch im Jahr 2021 grösser und besser werden. Neue Technologien werden ihm dabei helfen, dies zu erreichen. E-Commerce-Akteure müssen sich die Trends und Technologien zu eigen machen, die ihren Bedürfnissen am besten entsprechen. Der Versuch, all diese E-Commerce-Trends im Auge zu behalten, könnte sich als unlösbare Herausforderung erweisen. Wenn es Ihnen jedoch gelingt, sich auf diejenigen zu konzentrieren, die Ihr Zielpublikum am meisten betreffen, werden Sie das kommende Jahr gut vorbereitet begrüssen können. Was immer auch geschieht, bieten Sie Ihren Nutzern stets einen Mehrwert! Je besser die User Experience, desto besser Ihr Umsatz.

Was meinen Sie, haben wir vielleicht einige wichtige künftige Trends im E-Commerce vergessen? Oder wollen Sie mit uns über die Entwicklung Ihrer neuen progressiven Web App sprechen? Nehmen Sie hier Kontakt zur Firegroup auf!

Haben Sie eine Frage zum Thema E-Commerce? Gerne beraten wir Sie auf unserer kostenlosen Hotline 044 534 6666 oder über unser Kontaktformular.

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